Ja. Mea culpa. Ich bin es schon selbst schuld. Aber bei Apple geht sonst alles so easy peacy, und meine Jungs sind sonst so app-affin, dass ich mir keine Gedanken gemacht habe. Apples neuen Musikdienst zu buchen, lohnt sich nicht nur, weil die ersten drei Monate kostenlos sind: Das Familien-Abo für 14,99 Euro ist beim inflationären Musikkonsum in unserer Familie schon sehr verlockend. Gesagt, getan, die Jungs erfreut mit der Musik-Flat, alle happy.

Bis heute Abend. Anfrage von Sohn 2.0 (13) an den Mama-Support: „Ich kann meine gestern gekauften Songs nicht in der Musik-App finden, was kann ich tun?“ Zunächst dachte ich mir nichts bei der Formulierung „gekauft“, ist Sohnemann im Wording doch manchmal etwas unpräzise. Als er auf Nachfragen was von „iTunes“ sagte und mir zudem einen Screenshot schickte, auf dem ich eindeutig die iTunes-App identifizierte, wurde ich allerdings hellhörig. Und etwas panisch. „Tu einfach erst mal nichts! Ich muss erst mal was checken!“
Nach einigem hin und her bis die korrekte Apple-ID gefunden war, bis ich alle möglichen Artikel gegoogelt, Apple-Hilfeseiten durchforstet und doch keine Antworten gefunden hatte,
bis ich meine allwissende Facebook-Timeline befragt hatte und auch dort nicht wirklich beruhigt werden konnte, hatten sich meine schlimmsten Ahnungen bestätigt: Der Sohn hatte nach der glücklichen Nachricht über die Musik-Flat munter und unschuldig seine Lieblingssongs wie gewohnt über iTunes gezogen, statt sie in der Apple-Musik-App zu streamen. Kauf um Kauf um Kauf, weil Mama ja gesagt hatte: Ist alles inklusive, kostet nix extra. Irgendwie hatte Mama sich das ganze aber noch nicht so genau angesehen, sonst wäre ihr was aufgefallen.

Nämlich, dass man auch mit Musik-Flat in der Musik-App weiterhin Einzeltitel bei iTunes kaufen kann. Natürlich.

Kopf. Tisch. Ich so.

Nein, nicht nur der Sohn ist bisweilen unpräzise in seinen Formulierungen, auch die Frau Mama. Geplant war eigentlich schon ein Briefing mit App-Besprechung, aber wie das immer so ist: Sobald die Familienfreigabe der Musik App aktiviert war, hatte Apple freundlicherweise die beteiligten Familienmitglieder darüber informiert, und die waren nicht zu halten. Zum Briefing kam es nie, weil – haha – ja eh alles total schlüssig war.

Okay, das war also Lehrgeld. Glücklicherweise im überschaubaren Rahmen, denn über diesen wunderbaren Link von Apple können Bestellungen, die in den letzten beiden Wochen getätigt wurden, ohne Angabe von Gründen storniert werden.
Bei den länger zurück liegenden Fehlkäufen hoffe ich auf Kulanz der Apple-Mitarbeiter, bei denen hab ich angegeben „Artikel versehentlich gekauft“ und im Feld darunter das Problem kurz geschildert.

Also nochmal kurz:

  1. Wenn Ihr ein Apple-Musik-Familien-Abo für 14,99 Euro bucht, brieft Eure Kinder im Umgang mit der Musik-App.
  2. Weist nochmal deutlich darauf hin, dass „kaufen“ immer auch „kostenpflichtig bestellen“ heißt, auch wenn Mama gesagt hat, dass alles inklusive ist.
  3. Weist darauf hin, dass die iTunes-App auf dem iPhone zum Musik-Hören nicht mehr gebraucht wird.
  4. Checkt Kreditkarten-Abrechnungen oder Kontoauszüge aufmerksamer als ich 😉
  5. Apple Storno

    14 Tage nach Kauf ist Storno möglich.

    Sollte doch was schief gegangen sein: Über den Report-a-problem-Link von Apple könnt Ihr zumindest die Käufe der letzten beiden Wochen bequem stornieren. Einfach mit der jeweiligen Apple-ID einloggen: https://reportaproblem.apple.com

  6. Holt vielleicht doch mal wieder Vinyl raus, macht mit den Kids einen Plattenabend und erzählt, dass früher alles viel viel einfacher war, als wir Mal Sondocks Hitparade mit dem Kassettendeck aufgenommen haben und uns ärgerten, wenn der Moderator ins Ende der Lieblingsstücke quatschte… 😀

 

P.S.: Sohn 1.0 (15) präferiert Spotify. Und Ihr so?