Wer einen Škoda oder um genauer zu sein, einen Škoda Yeti betrachtet, dem fällt zunächst was auf? Eben! Nichts! Nichts? Das ist aber kein Kompliment? Doch! Es hängt vom Expressionswunsch des Halters ab.

Betrachten wir es so herum: Heckspoiler, Aggrogesicht, Magnesiumfelgen, Auspuffrohre wie Flakabwehrgeschütze? Das fällt auf. Ist es demnach ein Kompliment, wenn nichts auffällt? Nichts ist schon einmal gut für Menschen, die nicht unbedingt auffallen wollen. „Yeti“ ist maximal das Auffallendste an diesem Fahrzeug, als Name.

Aber Schatz, die Farbe!

Skoda Yeti Outdoor InnendesignDas Außendesign ist modern zurückhaltend, folgt einer klaren, schnörkellosen Sprache. Sagen wir „ehrlich“ dazu. Der Wagen verspricht nichts, außer ein ehrliches Auto sein zu wollen. Das Innendesign folgt diesem rationalen Anspruch. Klar, funktional, aufgeräumt, ohne Schnörkel und Schnickschnack. Selbst die Ablageflächen sind entsprechend gestaltet.

Schahatz, die Faharbe!!! 

Wer mit einem Yeti unterwegs ist, wird keine Überraschungen erleben. Kein Übermaß an Beschleunigung, kein allzu großes Rumpeln auf schlechten Straßen, keine allzu lauten Innengeräusche bei Autobahnfahrten. Er verspricht mit Nichts aufzufallen und so funktioniert er auch. Er erledigt das, was er soll, ohne sich anzubiedern. Auf Landstraßen und Autobahnen, im Gelände oder in der Stadt. Bei Schnee oder Regen. Ein Auto, das ehrlicher kaum sein könnte. Als würde es sagen wollen „Du wirst mich nicht lieben, aber lange mögen“. Die Basis für eine gute Freundschaft.

Schatz, hallooo, die FARBE!!!

OK, die Farbe. Wir hatten uns zwei Testwochen lang immer wieder über die Farbe ausgelassen. Ich war kein Fan, allerdings ist es eine Farbe, die weder nervt noch ins schnöde Allerleigraumuster verfällt. Besser als Weiß oder Grau ist sie allemal. Und bei bestimmten Lichtverhältnissen macht sich die Farbe wirklich gut.

Alles in Allem ist der Yeti ein modern und klar designtes Produkt, das sich vor den großen VW-Brüdern nicht ansatzweise zu verstecken braucht. Auch ohne Auffälligkeiten daherkommt und in den meisten Punkten ein Gut verdient, manchmal auch ein Befriedigend. Nirgends ein Ausreichend oder gar Mangelhaft.
Es verwundert schon lange nicht mehr, dass Škoda immer mehr Käufer in Europa findet und überzeugt. Der Yeti trägt seinen Teil dazu bei als rationales Produktpaket.
In den nächsten Artikeln beschäftigen wir uns dann mit den einzelnen Aspekten. Folgt der Yeti-Spur.

SandraOk, ich geb’s zu: Mit der Farbe konnte ich zunächst auch deshalb nichts anfangen, weil ich eine ganz andere erwartet hatte, als es hieß „Sie bekommen einen orangen Yeti.“ Als Fotografin bevorzuge ich leuchtende Farben, und das Braunmetallic roch erst mal eher so nach „Oppa un Omma fahren Sonntachs mal raus.“
In der passenden Kulisse vor blauem Himmel und roten Backsteinfassaden oder im gelben Raps fing der kleine Yeti dann aber doch an zu leuchten. Und im Wald machte sich das Braun dann so richtig Yeti-mäßig gut 😉

Ich finde, das sich dieser Yeti Adventure sowohl auf der Straße als auch in unwegsamem Gelände sehr gelassen und souverän macht. Er fährt sich angenehm und auch bei kleinen Spurts zum Überholen reagiert er unaufgeregt und zuverlässig, vor allem im Sportmode. Besonders gefällt mir, die gern mal für ein Foto auf „Abwege“ geht, dass ich ihn ohne zu zögern auch mal über Feld- und Waldwege jagen kann und er mir das Gefühl vermittelt, mich aus jedem Gelände wieder sicher raus zu bekommen.

Besonders angetan hatte es mir aber das Gemüsekörbchen, das Škoda so schön in der Mitte eingebaut hat…

Unterwegs mit einem Yeti: Schatz, die Farbe...
Souverän auf Feld und im Waldgemütlichzuverlässigunaufgeregt
Diese Farbe...
4.3Der Škoda Yeti Adventure
Komfort
Design
Interieur
Fahrspaß
Zuverlässigkeitsgefühl
Gesamteindruck
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